Freiwillig = kein Wahl, mindestens in Vertragstext

By | March 15, 2012
Ja mein Deutschkenntnis scheint noch ziemlich schwach zu sein… kann jemand mir erläutern, was 'freiwillig' heißt nochmals?

Die Geschichte: Antrag zur Kontoeröffnung unterschrieben und abgeschickt – mit 'Einwilligung zur Übermittlung der Daten an die SCHUFA (FREIWILLIG) durchgestrichen (ja, freiwillig war gross grschrieben und unterstrichen im Originalunterlagen). Bin nun angeschrieben, 'Neue Kunden die der Datenübermittlung an die Schufa wiedersprechen, könnten einerseits nur an der Wahrung Ihrer legitimen Datenschutzrechte, andererseits aber auch an der Schaffung einer besseren Grundlage für ein späteres veetragswidriges Verhalten interessiert sein. Zur Vermeidung von Risiken für Bank und andere Kunden verzichten wir in dieseb Zweifelsfällen daher auf die Gewinnung neuer Kunden und lehnen die entsprechenden Anträge vorsorglich ab.'

Also… Konto darf ich nur öffnen wenn ich freiwillig Datenübergabe zustimme. Ich würde sagen, dass ist dann nicht freiwillig sondern Vertragsbestandteil. Oder habe ich 'freiwillig' falsch verstanden? Habe nichts gegen ehrliche Verträge, wo es einfache Einwilligung ohne 'freiwillig' drin steht, aber dies als freiwillig kennenzuzeichnen finde ich frech. Wann hat die Verbraucherzentrale eigentlich vor, die Finanzindustrie näher anzuschauen?

3 thoughts on “Freiwillig = kein Wahl, mindestens in Vertragstext

  1. Sophie Wrobel

    +Ti Leo fettschrift + unterstrich hat dann auch bestimmt eine juristische bedeutung, oder?

    Auf andere klauseln steht explizit drin dass durchstreichen von xy führt dazu, dass den antrag abgelehnt wird, bei schufa jedoch nicht. Hätte auch erwartet dass juristendeutsch in sätze / kleingedrucktes formuliert ist und nicht für dumme nicht-juristen hervorgehoben im untertitel (vor allem wenn es zu misverstandnisse führen kann).

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  2. Ti Leo

    Hehe, das ist eine interessante Auslegung von "Freiwilligkeit". Niemand zwingt dich, deine Daten zu übermitteln, die Übermittlung ist also freiwillig. Wenn du allerdings nicht übermittelst, kannst du kein Konto eröffnen. Willst du also ein Konto eröffnen, bist du gezwungen, die Daten zu übermitteln. Ich würde sagen, dein Unverständnis hat nichts mit deinen Deutschkenntnissen zu tun, sondern mit Juristendeutsch. Das verstehen auch Muttersprachler oft genug nicht, was manchmal bestimmt so gewollt ist.

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